E 441 - Fortlaufende Beilagen

 

Stand 03/2009

1 Beilagen mit eigener durchlaufender Zählung
1.1 Beispiele für eigene durchlaufende Zählungen
1.2 Beispiele für Zählungen, die als eigene durchlaufende Zählungen behandelt werden

2 Beilagen ohne eigene durchlaufende Zählung
2.1 Beispiele für Angaben bloßer Zuordnungen, die keine eigenen Einheitsaufnahmen für die Beilagen erlauben
2.2 Nachweis fortlaufender Beilagen im Exemplarsatz des zugehörigen fortlaufenden Sammelwerkes

3 Die künftige Behandlung der bis 1992 in die ZDB eingebrachten Titelaufnahmen
3.1 Die Beilage hat eine eigene Einheitsaufnahme, es liegt jedoch keine durchlaufendeTeilezählung vor
3.2 Die Beilage hat eine eigene Einheitsaufnahme, es liegt eine eigene Teilezählung vor, die später wegfällt
3.3 Die Beilage ist im Exemplarsatz des zugehörigen fortlaufenden Sammelwerkes verzeichnet, später setzt eine eigene Teilezählung ein (bzw. ist von Anfang an vorhanden)

Anhang: Die wichtigsten RAK-WB-Bestimmungen und Präzisierungen der Expertengruppe RAK zur Katalogisierung fortlaufender Beilagen

Im Jahr 1992 wurde RAK-WB § 112 dahingehend geändert, daß fortlaufende Beilagen (RAKWB § 8,4) nur dann eine eigene Einheitsaufnahme erhalten, wenn sie für ihre einzelnen Teile eine eigene durchlaufende Zählung aufweisen.
Fortlaufende Beilagen, deren einzelne Teile keine eigene durchlaufende Zählung aufweisen, erhalten keine eigene Einheitsaufnahme, sondern werden nur in einem Exemplarsatz beim zugehörigen Gesamtwerk nachgewiesen.
Fortlaufende Beilagen, die von ZDB-Teilnehmern für unwichtig erachtet werden, können - unabhängig vom Vorliegen einer eigenen durchlaufenden Teilezählung - unberücksichtigt bleiben (RAK-WB § 112,3).

1 Beilagen mit eigener durchlaufender Zählung

Eine fortlaufende Beilage mit eigenem, vom Titel der Hauptzeitschrift abweichendem Titel (vgl. Aufnahme "Bank und Markt", E 441, Kap. 3.1) erhält "im allgemeinen eine eigene Einheitsaufnahme, wenn sie eine eigene durchlaufende Zählung der Teile hat". Der Hinweis auf die Zugehörigkeit zum übergeordneten fortlaufenden Sammelwerk wird je nach Vorlage als Zusatz zum Sachtitel oder in einer Fußnote gemäß § 163,3 angegeben" (RAK-WB § 112,2).In der ZDB wird dieser Hinweis als Fußnote in Form einer Titelverknüpfung durch Besetzung der entsprechenden Felder angegeben (vgl. z.B. das Feld 4241 in der Aufnahme "Bank und Markt" und die Felder 4242 in der Aufnahme "Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen", E 441, Kapitel 3.1).

Eine fortlaufende Beilage ohne eigenen Titel erhält "im allgemeinen eine eigene Einheitsaufnahme, wenn sie eine eigene durchlaufende Zählung der Teile hat. Die Bezeichnung der fortlaufenden Beilage (Supplement, Beiheft und dgl.) wird Bestandteil der Sachtitel- und Verfasserangabe" (RAK-WB § 112,1) und die Beilage erhält eine Unterreihenaufnahme (vgl. dazu auch E 211).

Eine eigene durchlaufende Zählung der Teile liegt immer dann vor, wenn die Beilage eine Band-, Jahrgangs- oder durchgehende Nummernzählung hat, die sich von der Zählung des Gesamtwerks unterscheidet (vgl. dazu die Präzisierung der EG RAK zu § 112,1 und E 441, Anhang).

1.) Gesamtwerk Beilagen
^ 42.1980 1.1980
^ 43.1981 2.1982
^ 44.1982 3.1983
^ 45.1983
2.) Gesamtwerk Beilagen
^ 1980 1.1980
^ 1981 2.1981
^ 1982 3.1982
^ 1983

1.1 Beispiele für eigene durchlaufende Zählungen (vgl. 1 und 2):

Anm.: Die Zugehörigkeit der Beilage zur "Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen" geht aus der Vorlage selbst nicht hervor.

Gemäß Beschluß der 20. AGDBT-Sitzung gelten darüberhinaus in der ZDB bei fortlaufenden Beilagen, die selbst Zeitschriften, zeitschriftenartige Reihen oder Zeitungen sind, auch alle Zählungen nach Bänden, Jahrgängen, Nummern oder Jahren, die keine bloße Zuordnung zu den Bänden bzw. Heften der Hauptzeitschrift sind, als eigene durchlaufende Zählung der  Teile. Damit können auch für diese Beilagen - v.a. wenn sie eigene Titel haben - eigene Einheitsaufnahmen angelegt werden.

Zur Unterscheidung dieser Beilagenfälle von denen mit Angaben, die eine bloße Zuordnungdarstellen (vgl. E 441, Kap. 2), ist die typographische Gestaltung der Vorlage heranzuziehen. Wenn eine Jahresangabe mit oder ohne Heftzählung (bzw. Zählung nach Monaten) eindeutig zum Zugehörigkeitsbegriff oder zum spezifischen Sachtitel der Beilage gehört (vgl. die Beispiele auf den Seiten E 441, Kap 1.2, Beisp. 3 und 4), ist von einer eigenen durchlaufenden Zählung auszugehen.

Bei Zählungen nach Jahren mit oder ohne Heft-Zählungen innerhalb des Jahres können dann identische Zählungen von Hauptzeitschrift und Beilage auftreten (vgl. Zählungsbeispiele 3, 5, 7 und 10, E 441, Kap. 1.2).

Grundlage dieser Entscheidung der AGDBT war die Erkenntnis, daß fortlaufende Beilagen sehr häufig eine Zählung nach Jahren und zugleich zitierfähige Sachtitel aufweisen (vgl. dazu das Börsenblatt und seine vielen Beilagen), die sowohl im Exemplarsatz des zugehörigen Werkes als auch in seiner Titelaufnahme als zusätzliche Sucheinstiege mitgeführt werden müßten, wenn man eine Jahreszählung nicht als eigene durchlaufende Zählung ansehen wollte.

Anm.: Handelt es sich bei der fortlaufenden Beilage um Stücke einer ungezählten Schriftenreihe, darf das Erscheinungsjahr des einzelnen Heftes jedoch nicht als Zählung herangezogen werden. Derartige Beilagen dürfen keine eigenen Einheitsaufnahmen erhalten!

Anm.: Im Zweifelsfall oder bei Vorlage nur eines einzigen Beilagenheftes, sollte jedoch keine eigene, durchlaufende Zählung angenommen werden und die Beilage bei der Hauptzeitschrift verzeichnet werden!

1.2 Beispiele für Zählungen, die als eigene durchlaufende Zählungen behandelt werden:

3.) Gesamtwerk Beilagen
^ 1980 1980,1. 2
^ 1981 1982,1. 2. 3
^ 1982 1983,1. 2
4.) Gesamtwerk Beilagen
^ 42.1980 1980,1. 2
^ 43.1981 1981,1. 2
^ 44.1982 1982,1. 2
5.) Gesamtwerk Beilagen
^ 1.1980 Suppl. 1.1980
^ 2.1981 Suppl. 2.1981
^ 3.1982 Suppl. 3.1982
6.) Gesamtwerk Beilagen
^ 42.1980 1980
^ 43.1981 1981
^ 44.1982 1982
7.) Gesamtwerk Beilagen
^ 1980 1980
^ 1981 1981
^ 1982 1982
8.) Gesamtwerk Beilagen
^ 42.1980 Sonderh. 1
^ 43.1981 Sonderh. 2
^ 44.1982 Sonderh. 3
9.) Gesamtwerk Beilagen
^ 43.1991 1991, Jan.
^ ^ 1991, Apr.
^ ^ 1991, Juni
^ ^ 1991, Sept.
^ ^ 1991, Dez.
^ 44.1992 1992, Jan./Febr.
^ ^ 1992, März
^ ^ 1992, Juni
^ ^ 1992, Sept.
^ ^ 1992, Dez.
^ 45.1993 1993, März
10.) Gesamtwerk Beilagen
^ 1980,1-6 1980,1-6

aber:

11.) Gesamtwerk Beilagen
^ 42.1980 1980
^ ^ 1980 Keine eindeutige Teile-Zählung !
^ 43.1981 1981 Keine eigene Einheitsaufnahme!
^ 44.1982 1982
^ ^ 1982
11a.) Gesamtwerk Beilagen
^ 2008,1 2008, Jan.
^ 2008,2 2008, Febr.
2008, Febr.
^ 2008,3
^ 2008,4
^ 2008,5 2008, Mai
^ 2008,6 2008, Mai

Beispiele zu 3 und 4:

Beispiel zu 9:

Im Impressum:

Umschlagseite:

Haupttitelseite:

2 Beilagen ohne eigene durchlaufende Zählung

Fortlaufende Beilagen, deren Zählung nur aus der Zählung der Hauptzeitschrift und einem Zugehörigkeitsbegriff wie Beilage besteht und die somit eine bloße Zuordnung zum zugehörigen Gesamtwerk darstellt, erhalten keine eigene Einheitsaufnahme und können nur bei der Einheitsaufnahme für das zugehörige Gesamtwerk in einem Exemplarsatz nachgewiesen werden.

In der Titelaufnahme des zugehörigen Werkes kann im Feld 4226 auf zitierfähige Titel/sachliche Benennungen der Beilage hingewiesen werden. Zusätzliche Sucheinstiege für diese Angaben können über Feld 3260 erfolgen. Auf die Erfassung von Parallel- und Nebensachtiteln wird verzichtet.

Ein Hinweis auf ungezählte Beilagen ohne Titel kann unter Berücksichtigung der Vorlageform (z.B. abgekürzt oder ausgeschrieben) in folgender Form erfolgen:

4226 Ungezählte Beil.: (Benennung der Beilage, z.B. Suppl.)

2.1 Beispiele für Angaben bloßer Zuordnungen, die keine eigenen Einheitsaufnahmen für die Beilagen erlauben

Derartige Angaben können in der dargestellten Form z.B. als Fußzeilen oder als einzige Angabe auf den Titelblättern der fortlaufenden Beilagen erscheinen.

a)
Beilage zu Versicherungswirtschaft 45. Jahrgang Heft 17
Beilage zu Versicherungswirtschaft 46. Jahrgang Heft 11
Beilage zu Versicherungswirtschaft 47. Jahrgang Heft 15

b)
Suppl. zu 1.1982
Suppl. zu 2.1982
Suppl. zu 1.1983

c)
Suppl. 1 zu 19.1984
Suppl. 1 zu 20.1985
Suppl. 2 zu 20.1985

d)
Supplement No. 1 to Volume 422(1992)
Supplement No. 2 to Volume 422(1992)
Supplement No. 1 to Volume 423(1993)

e)
Vol. 139, Supplement März 1990
Vol. 140, Supplement November 1991
Vol. 141, Supplement 1992

f)
Band 72, Supplementum 1, April 1983
Band 72, Supplementum 2, September 1983
Band 73, Supplementum 1, April 1984

g)
XV/1990/Beiheft 1
XVI/1991/Beiheft 1
XVII/1991/Beiheft 2

h)
Z. Kardiol. 74, Supplement 1 (1985)
Z. Kardiol. 75, Supplement 1 (1986)
Z. Kardiol. 75, Supplement 2 (1986)

i)
Supplementum 3
Volume 122 · 1990
Supplementum 1
Volume 123 · 1991
Supplementum 2
Volume 123 · 1991

aber:

j)
Supplementum 3           Durchlaufende Zählung gemäß
Volume 122 · 1990        Zählungsbeispiel 8!
Supplementum 4           Eigene Einheitsaufnahme!
Volume 123 · 1991

Anm.: Im Falle gezählter Beilagen ist bei durchlaufender Zählung nach Bänden oder Nummern immer eine eigene Einheitsaufnahme möglich!

Weitere Beispiele, in denen der erste Teil der Beilagen-Zählung aus der Jahrgangs- bzw. Bandzählung des zugehörigen Werkes besteht oder lediglich eine bloße Zuordnung vorliegt:

12.) Gesamtwerk Beilagen
^ 42.1980 42, Suppl. 1, 1980
^ 43.1981 42, Suppl. 2, 1980
^ 44.1982 43, Suppl 1, 1981
^ 43, Suppl. 2, 1981
13.) Gesamtwerk Beilagen
^ 42.1980 42, 1980, Suppl. A
^ 43.1981 42, 1980, Suppl. B
^ 44.1982 43, 1981, Suppl. A
^ 43, 1981, Suppl. B
^ 43, 1981, Suppl. C
14.) Gesamtwerk Beilagen
^ 42.1980 Suppl. 42.1980
^ 43.1981 Suppl. 43.1981
^ 44.1982
^ Suppl. 44.1982
15.) Gesamtwerk Beilagen
^ 1.1980 1.1980, Suppl.
^ 2.1981 2.1981, Suppl.
^ 3.1982 3.1982, Suppl.

Anm.: Das Suppl. beginnt sein Erscheinen später als die Hauptzeitschrift; die angegebene Zählung bezieht sich auf die Hauptzeitschr.

Beispiel zu g) auf Seite E 441, Kap. 2.1:

Anm.: Wenn bei retrospektiver Katalogisierung festzustellen ist, daß es sich um eine durchlaufende Zählung wie bei den Zählungsbeispielen 1, 2 und 8 (Seite E 441, Kap. 1 und Kap. 1.2) handelt, soll auch in diesem Fall eine eigene Einheitsaufnahme angelegt werden.

Liegt nur das erste Beiheft vor, sollte von einer nicht durchlaufenden Zählung ausgegangen werden und die Beilage zunächst bei der Hauptzeitschrift erfaßt werden.

Beispiel zu 13:

2.2 Nachweis fortlaufender Beilagen im Exemplarsatz beim dazugehörigen fortlaufenden Sammelwerk

Die vorliegende Bezeichnung der Beilage wird mit Bis-Strich und Spatium eingeleitet in das Feld 8031 eingetragen.

Beispiele:

7001 x
4800 A
8031 - Beil. zu
8032 #7#35.1993; 38.1996

7001 x
4800 B
8031 - Special vol. zu
8032 #25#258.1960; 267.1969; 273.1973 - 275.1975

Mehrere in sich gezählte Beilagen zu einem Band (oder Heft usw.) - die die Bestimmungen über eine eigene durchlaufende Zählung der Teile nicht erfüllen - werden auf folgende Weise angegeben:

Beispiele:

7001 x
4800 A
8031 - Suppl.
8032 #10#1-2 zu 26.1972
8034 Angeb.

7001 x
4800 B
8031 - Sonderh.
8032 #15#1-4 zu 4.1959; 1 zu 5.1960; 2 zu 7.1962; 1 zu 12.1967; 2-3 zu 15.1970

7001 x
4800 C
8031 - Sonderh. zu
8032 #5#4.1958 - 6.1960; 1-2 zu 14.1968; 15.1969

Mehrere Beilagen zu einem Gesamtwerk, die sich durch verschiedene Benennungen unterscheiden, werden in eigenen Exemplarsätzen eingegeben:

Beispiel:

7001 x
4800 A
8031 - Beil. zu
8032 #5#7.1962,11
7002 x
4800 A
8031 - Sonderh.
8032 #10#1-2 zu 6.1961

Sortierhilfen, die eine sinnvolle Ordnung der zu einem Titel gehörenden Exemplarsätze eines Melders gewährleisten, werden gemäß den Vorgaben der jeweiligen Bibliothek vergeben.

3 Die künftige Behandlung der bis 1992 in die ZDB eingebrachten Titelaufnahmen

Durch die vor 1992 in der ZDB vorhandene Möglichkeit, eigene Einheitsaufnahmen für alle gezählten fortlaufenden Beilagen anzulegen - wobei die Definition für Zählung sehr weit gefaßt war - verzeichnet die ZDB auch Beilagenaufnahmen, die nicht mehr mit den Bestimmungen des RAK-WB § 112 übereinstimmen.

Die Arbeitsgemeinschaft der Datenbankteilnehmer (AGDBT) hat auf ihrer 20. Sitzung einstimmig beschlossen, die bereits bestehenden Aufnahmen für Beilagen ohne eigene durchlaufende Teilezählung auf die Aufnahme des zugehörigen Gesamtwerkes umzulenken. Der Bestand zur Beilage kann nur noch dort nachgetragen werden.

Diese nicht mehr regelgerechten Titelaufnahmen werden jedoch nicht systematisch ermittelt und bereinigt, sondern nach und nach im Zuge ihrer Nutzung durch die ZDB-Teilnehmer auf dem Wege der üblichen Korrekturanträge an die ZRT an die neuen Regelungen angepaßt. Wegen der besonderen Schwierigkeiten bei der Entscheidung, ob eine eigene durchlaufende Teilezählung im Sinne von RAK-WB und ZETA vorliegt, sind der ZRT bei Umlenkwünschen von Beilagenaufnahmen auf die zugehörigen Gesamtwerke grundsätzlich Titelblattkopien zu
übermitteln.

Bei den folgenden Titelaufnahmebeispielen, die das anzuwendende Korrekturverfahren verdeutlichen sollen, sind Identifikationsnummern in den Verknüpfungsfeldern 4241, 4242, 4244 nur angedeutet worden.

3.1 Die Beilage hat eine eigene Einheitsaufnahme, es liegt jedoch keine eigene durchlaufende Teilezählung im Sinne von RAK-WB und ZETA vor

Haupttitelseite der Hauptzeitschrift:

Hauptitelseite der Beilage:

Titelaufnahme der Beilage (Stand vor der RAK-WB-Änderung):

1100 1968-1984
3220 Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen / Ausgabe Technik
4000 Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen
4005 {Ausgabe Technik}
4025 1968 - 1984
4030 Frankfurt, M. : Knapp
4244 s#Aufgeg. in!IDN!Bank und Markt

Diese Beilage hat für den gesamten Erscheinungszeitraum keine eigene durchlaufende Zählung. Damit entspricht die Beilagenaufnahme nicht den gültigen RAK-WB- und ZETABestimmungen und ist auf die Aufnahme der Hauptzeitschrift umzulenken.

Dabei muss bei der Hauptzeitschrift

  • in der Kategorie 4226 auf die ungezählte Beilage und einen ggf. vorhandenen
  • zitierfähigen Titel / sachliche Benennung hingewiesen werden,
  • ggf. ein zusätzlicher Sucheinstieg über 3260 angelegt werden und kann
  • die Erfassung des Bestandes zur ungezählten Beilage in einem Exemplarsatz beim zugehörigen Gesamtwerk erfolgen:

Titelaufnahme (gemäß RAK-WB-Änderung des § 112):

1100 1948
3260 Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen / Ausgabe Technik
3260 Beiträge zur Bankgeschichte
4000 Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen
4025 1.1948 -
4030 Frankfurt, M. : Knapp
4226 Ungezählte Beil. 1968 - 1984: Ausgabe Technik; ab 1980: Beiträge zur Bankgeschichte
4242 !IDN!Bank und Markt
4242 !IDN!Bank und Markt + Technik

Exemplarsätze:

7001 x
4800 A
7100 Zsn 17325
8032 #1#1.1948 -
7002 x
4800 A
8031 - Beil. "Ausgabe Technik" zu
8032 #15#21.1968 - 37.1984
7003 x
4800 A
8031 - Sonderbeil. "Beiträge zur Bankgeschichte" zu
8032 #20#33.1980 -

Im vorliegenden Beispiel ist die ungezählte Beilage "Ausgabe Technik" außerdem später in die gezählte Beilage "Bank und Markt" aufgegangen, für die eine nach den geltenden Bestimmungen korrekte Aufnahme in der ZDB vorhanden ist. Auch auf diesen Sachverhalt wird in der betreffenden Beilagenaufnahme hingewiesen.

Titelaufnahme:

1100 1972-1986
4000 Bank und Markt
4025 1.1972 - 15.1986
4030 Frankfurt, M. : Knapp
4226 Darin ist die ungezählte Beil. "Ausgabe Technik" aufgeg.
4241 !IDN!Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen
4244 s#!IDN!Bank und Markt + Technik

3.2 Die Beilage hat eine eigene Einheitsaufnahme, es liegt eine eigene durchlaufende Teilezählung im Sinne von RAK-WB und ZETA vor, die später wegfällt.

Titelaufnahme der Beilage (Stand vor der RAK-WB-Änderung):

1100 1909
4000 Gesetze und Verordnungen sowie Gerichtsentscheidungen betreffend Lebensmittel
4025 1.1909 -
4030 Berlin
4241 !IDN!Zeitschrift für Lebensmitteluntersuchung und -forschung

Ab 1948 (1945 -1947 nicht ersch.) hat die Beilage keine eigene durchlaufende Zählung mehr.

Haupttitelseite der Hauptzeitschrift:

Daher muss

  • bei der Beilage
  • das Feld 4025 mit der Angabe des letzten gezählten Bandes abgeschlossen,
  • im Feld 4225 der Hinweis "Forts. als ungezählte Beil. bei der Hauptzeitschr." erfaßt
  • und in 4701 ein Gravkorr-Hinweis gegeben werden:

Titelaufnahme:

1100 1909-1944
4000 Gesetze und Verordnungen sowie Gerichtsentscheidungen betreffend Lebensmittel
4025 1.1909 - 36.1944
4030 Berlin
4225 Forts. als ungezählte Beil. bei der Hauptzeitschr.
4241 !IDN!Zeitschrift für Lebensmitteluntersuchung und -forschung
4701 Sigel!(TT-MM-JJ)

Exemplarsatz:

7001 x
4800 A
7100 Z 598
8032 #1#30.1938 - 35.1943
8033 [N=32-33]
8034 angeb.

Und

  • bei der Hauptzeitschrift muss
  • im Feld 4226 unter Angabe eines zitierfähigen Titels / einer sachlichen Benennung
  • auf die ungezählte Beilage hingewiesen werden und

kann

  • die Erfassung des Bestandes zur ungezählten Beilage in einem eigenen Exemplarsatz erfolgen:

Titelaufnahme:

1100 1898
4000 Zeitschrift für Lebensmitteluntersuchung und -forschung
4025 1.1898 - 87.1944/45,März; 88.1948 -
4030 Berlin
4226 Ungezählte Beil. ab 1948 jeweils in H. 1 und 6 des Jg.: Gesetze und Verordnungen
sowie Gerichtsentscheidungen betreffend Lebensmittel
4242 1.1909 - 36.1944 Beil.!IDN!Gesetze und Verordnungen sowie Gerichtsentscheidungen betreffend Lebensmittel

Exemplarsatz:

7001 x
4800 A
7100 Z 598
8032 #1#126.1964 -
7002 x
4800 A
8031 - Beil. "Gesetze und Verordnungen sowie Gerichtsentscheidungen betreffend
Lebensmittel" zu
8032 #7#126.1964,1 -

3.3 Die Beilage ist im Exemplarsatz des zugehörigen fortlaufenden Sammelwerkes verzeichnet, später setzt eine eigene durchlaufende Teilezählung ein (bzw. ist von Anfang an vorhanden)

Für den Zeitraum ab Einsetzen der eigenen durchlaufenden Teilezählung erhält die Beilage eine eigene Einheitsaufnahme. Im Feld 4226 der Hauptzeitschrift werden die Daten für den Zeitraum ergänzt, in dem die Beilage keine eigene durchlaufende Teilezählung hatte.
Wenn die Beilage einen eigenen Titel hat, werden die beiden Aufnahmen über die Felder 4241/4242 miteinander verknüpft (vgl. E 441.2).
Auch im Fall einer Unterreihenaufnahme für die Beilage - also bei unspezifischen
Beilagentiteln - werden Unterreihe und Gesamtwerk über die Felder 4241/4242 miteinander verknüpft (vgl. Protokoll der 31. AGDBT-Sitzung, TOP 14)

In Feld 4701 der Hauptzeitschrift wird ein Grav.-Korr.-Hinweis gegeben, wobei hinter dem Ausrufezeichen "Beil.-NA" für Beilagenneuaufnahme ergänzt wird. Bei einer erneuten Korrektur an diesem Titel wird der Vermerk wieder gelöscht.

Ein solcher Grav.-Korr.-Hinweis wird ebenfalls gegeben, wenn die Beilage für ihren gesamten Erscheinungszeitraum eine eigene durchlaufende Teilezählung im Sinne dieser Regelungen hat - und deshalb nachträglich eine eigene Einheitsaufnahme anzulegen ist - jedoch bisher im Feld 4226 der Hauptzeitschrift "versteckt" war.
In diesem Fall muss Feld 4226 bei der Hauptzeitschrift gelöscht werden.

Muss die Titelaufnahme für eine Beilage auf die Hauptzeitschrift umgelenkt werden, weil keine durchlaufende Teilezählung vorliegt, wird in 4701 der Hinweis "Umlenk. Beil. (bzw. Suppl., Sonderh. u.ä.)" gegeben. Dieser Hinweis wird bei einer erneuten Korrektur der Aufnahme wieder gelöscht.
Im Feld 4226 der Hauptzeitschrift muss auf die ungezählte Beilage hingewiesen werden.

Anhang:

Die wichtigsten RAK-WB-Bestimmungen und Präzisierungen der (ehemaligen) Expertengruppe RAK zur Katalogisierung fortlaufender Beilagen

Die Präzisierungen der EG RAK sind im Bibliotheksdienst 27(1993)1, S. 63 - 64 veröffentlicht worden.

§ 8,4

Als fortlaufende Beilage wird ein fortlaufendes Sammelwerk bezeichnet, das parallel zu einem anderen fortlaufenden Sammelwerk und ebenfalls ohne von vornherein geplanten Abschluß erscheint, einen Zugehörigkeitsbegriff (z.B. Beilage, Ergänzung, Supplement) und/oder eine Zählung und/oder einen eigenen Titel hat.

Präzisierung zu § 8,4

Der Begriff Zählung in § 8,3 und 4 bezieht sich nicht auf die Zählung der Teile von Unterreihen bzw. Beilagen, sondern auf die Bestandteile von Angaben der Unterreihen bzw. Beilagen in Form einer Buchstaben- oder Ziffernzählung (z.B. Unterreihe A; Beilage I).
Ein Werk ist auch dann als Beilage zu behandeln, wenn der Zugehörigkeitsbegriff nicht in der Beilage selbst, sondern nur im zugehörigen fortlaufenden Gesamtwerk genannt ist.

§ 112

1. Ist die Vorlage eine fortlaufende Beilage (vgl. § 8,4) ohne eigenen Titel für diese, so erhält sie im allgemeinen eine eigene Einheitsaufnahme, wenn sie eine eigene durchlaufende Zählung der Teile hat. Die Bezeichnung der fortlaufenden Beilage wird dann Bestandteil der Sachtitel- und Verfasserangabe (vgl. §§ 126,3 und 135).

2. Ist die Vorlage eine fortlaufende Beilage mit eigenem Titel, so erhält sie im allgemeinen eine eigene Einheitsaufnahme, wenn sie eine eigene durchlaufende Zählung der Teile hat.
Der Hinweis auf die Zugehörigkeit zum übergeordneten fortlaufenden Sammelwerk wird je nach Vorlage als Zusatz zum Sachtitel oder in einer Fußnote gemäß § 163,3,b angegeben.

3. Eine fortlaufende Beilage bleibt jedoch unberücksichtigt, wenn sie von einer Bibliothek für unwichtig erachtet wird.

4. Die Angabe der Beilage kann in der Vorlage bestehen aus der Bezeichnung der Beilage und dem Titel des Gesamtwerkes oder aus der Bezeichnung der Beilage und ihrem eigenen Titel. Zusätzlich können weitere nur die Beilage betreffende Angaben genannt sein.
Eine fortlaufende Beilage kann als einfache oder hierarchisch gegliederte Beilage genannt sein. Jede Gliederungseinheit kann aus den oben genannten Angaben bestehen.

5. Haben die Teile einer fortlaufenden Beilage jeweils eigene Titel, so gelten die Bestimmungen von § 110 sinngemäß.

Präzisierung zu § 112,1 und 2:

Voraussetzung für eine eigene Einheitsaufnahme ist eine eigene durchlaufende Zählung der Teile und nicht eine Zählung, bei der die Jahrgangs- bzw. Bandzählung des Gesamtwerks den ersten Teil der Zählung bildet.
Fortlaufende Beilagen ohne eigene durchlaufende Zählung der Teile werden als Bestandteil der Bandangaben des Gesamtwerks aufgeführt (z.B. 1986, Suppl.).

§ 163

3. Hinweise auf frühere bzw. spätere Ausgaben und Bände, auf andere Werke mit Bezug auf das vorliegende Werk, auf fortlaufende Beilagen mit eigener Einheitsaufnahme bzw. auf die zugehörigen fortlaufenden Sammelwerke

b) Bei nur losem bibliographischem Zusammenhang

Die Fußnoten werden gemacht je nach den folgenden oder den in den Bezugsparagraphen enthaltenen Bestimmungen.

Beil. zu: ... vgl. § 112,2; Angabe des Titels des fortlaufenden Sammelwerks
Suppl. zu: ... in der Einheitsaufnahme einer fortlaufenden Beilage, wenn die
Beih. zu: ... Angabe nicht schon als Zusatz zum Sachtitel in der bibliographi-
Erg.-H. zu: ... schen Beschreibung angeführt wird.

Beil.: ... vgl. § 112,2; Angabe des Titels einer fortlaufenden Beilage in
Suppl.:... der Einheitsaufnahme des fortlaufenden Sammelwerkes, wenn
Beih.:... die Angabe nicht schon als Zusatz zum Sachtitel in der biblio-
Erg.-H.:... graphischen Beschreibung angeführt wird.

Letzte Änderung: 12.08.2011
 
URL: http://www.zeitschriftendatenbank.de/de/erschliessung/arbeitsunterlagen/zeta/e441/
Seite ##PAGE##